Projektentwicklung: Tauchen und Golfen im „Dortmunder U“
Neues Konzept: Ein Zentrum für Arbeiten, Sport und Gesundheit
Das „Dortmunder U“ soll zu einem innovativen Dienstleistungszentrum werden.
Brau und Brunnen ist zuversichtlich, schon bald einen Investor zu präsentieren, der
das Projekt realisiert.
Der 30-jährige Softwareentwickler schaltet den Rechner in seinem Loft-Büro aus und wirft einen Blick aus dem Fenster. Gegenüber beginnt in der Dämmerung gerade das große „U“ zu leuchten. Der junge Mann holt im Nachbarbüro zwei Kollegen ab, und das Trio geht hinüber ins Nebengebäude – zum Tauchkurs. Anschließend treffen sich die drei mit weiteren Kollegen zur „After-Work“-Party im kleinen Brauhaus nebenan und lassen den Abend bei einem kühlen Bier ausklingen.
All dies tun sie im „Dortmunder U“, dem großen und in Deutschland einzigartigen Zentrum für Sport und Spaß, Gesundheit, Gastronomie, Arbeiten und Ausspannen. Noch ist dieses Szenario Zukunftsmusik. Aber die – so der Plan der Brau und Brunnen AG – soll es nicht mehr lange bleiben. Das Konzept für das „Dortmunder U“ steht. Zurzeit laufen die Verhandlungen mit möglichen Investoren für das 350-Millionen-Mark-Projekt. Nach der Unterzeichnung der Verträge wird alles ziemlich schnell gehen: Bereits für das Frühjahr 2002 ist die Veröffentlichung geplant, die Haupteröffnung für Ende 2003.
Am Anfang stand die Idee von Rainer Verstynen, dem Vorsitzenden des Brau und Brunnen-Vorstandes, die Industriebranche einer innovativen Nutzung zuzuführen.
Zwei Jahre lang erarbeitet ein Team bei Brau und Brunnen dann gemeinsam mit dem Dortmunder Entwicklungsbüro Küpper/Jahn das detaillierte Konzept. Ausgangspunkt aller Überlegungen was das Ziel, das Gelände der ehemaligen Union-Brauerei in der Dortmunder Innenstadt wirtschaftlich tragfähig zu entwickeln. Favorisiert wurde dabei ein zukunftsfähiges, multifunktionales Nutzungsangebot, das für eine breite Öffentlichkeit attraktiv ist, sich gut in die vorhandene Infrastruktur integrieren lässt und das Kulturdenkmal und Wahrzeichen „Dortmunder U“ bewahrt.
Das neue „U“ soll nach seiner Fertigstellung auf 145.000 m² mit den Themen Sport, Gesundheit, Büro und Gastronomie dem freizeitorientierten Lebensgefühl des beginnenden 21. Jahrhunderts Rechnung tragen. Neben einem breit gefächerten Wellness-Angebot bietet sich dem Besucher hier die ganze Welt des Sports – bis hin zu Golf, Tauchen und Bungee-Jumping. Unter dem Motto „neues Arbeiten“ bietet das Zentrum außerdem eine Kombination aus Tagungshotel, Trainingsinstitut und Loft-Büros, die besonders für junge Branchen interessant sind. Ein breit gefächertes Dienstleistungsangebot rundet das Angebot ab und spart dem Besucher das kostbare Gut Zeit: Bevor er zum Sport geht, kann er hier zum Beispiel seine Hemden in der Reinigung abgeben – und nach dem Sport nimmt er seinen frisch gewaschenen Wagen in Empfang.
Brau und Brunnen geht davon aus, dass im „Dortmunder U“, in dem täglich mehr als 10.000 Besucher zu erwarten sind, rund 1.000 neue Arbeitplätze entstehen werden. Doch nicht nur deshalb zeigten sich Dortmunds Spitzenpolitiker begeistert, als der Vorsitzende des Brau und Brunnen-Vorstandes, Rainer Verstynen, ihnen das Modell präsentierte: „Das Konzept ist bemerkenswert und seine Realisierung wäre eine große Bereicherung für Dortmund“, lobt etwa Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer. „Das U als traditionelles Wahrzeichen der Stadt, verbunden mit einem modernen Nutzungs-Mix, symbolisiert die Aufbruchstimmung Dortmunds in eine neue Zukunft, ohne die Wurzeln der Stadt zu verleugnen.“
Der Bote, April 2000, Immobilienteil