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08.08.2008 | Westdeutsche Zeitung                                                                     zurück

Die Arrenberg‘schen Höfe stellten für die RedBull X-Fighters Räumlichkeiten im Projekt Fabrik Elba für die VIP-Parties. Gefeiert wird am 14.08.2008 als Auftakt zu den X-Fighters.

Dornap. „Eigentlich gibt’s hier nichts außer einem großen Loch.“ So kommentiert Florian Isselbeck die Herausforderungen, die der Start der Red Bull X Fighters im Steinbruch der Kalkwerke Oetelshofen mit sich bringt. Der Produktionsleiter der Kölner Veranstaltungsagentur ist Tag und Nacht auf den Beinen, um den Einsatz von mehr als100Sattelschleppern und fast 400 Mitarbeitern zu koordinieren, die dafür sorgen sollen, dass am kommenden Wochenende alles so läuft wie geplant.

Dazu gehört unter anderem der Aufbau der Tribünen mit Sitzplätzen für 12500 Zuschauer. Weitere 1800 Besucher werden in unmittelbarer Nähe des Tracks quasi in der ersten Reihe stehen. „Wir sind fast ausverkauft“, so Falko Nadol, Eventmanager von Red Bull. Dass statt der geplanten 25000 Karten nun doch nur 14000 verkauft werden, begründet er so: „Wir haben die Tribünen zugunsten der Zuschauer verkleinert, um sie mög- lichst nah an den Track heranzubringen. 1000 Kilometer verlegte Kabel und ein Track in 75 Metern Tiefe in der Größe eines Fußballfeldes, für den tausende Tonnen Kies und Sand bewegt werden müssen: „Das ist natürlich nicht gerade die Standardstrecke“, findet auch Busty Wolters, einer der beiden deutschen Freestyler.

Zwei Übungstage bleiben den Motocrossern, um sich auf das Ambiente einzustellen. Vor allem das Wetter muss mitspielen, damit sie überhaupt an den Start gehen können. „Ein paar Tropfen können wir ab, aber bei Dauerregen wird der Boden zu schwer und der Track nicht befahrbar“, hofft Wolters auf gut gelaunte Wettergötter. Auch Florian Isselbeck schickt Stoßgebete in Richtung Himmel, um mit dem engen Zeitfenster für den Aufbau über die Runden zu kommen.

Unterstützt wird der Produktionsleiter von den Mitarbeitern der Kalkwerke Oetelshofen, die mit Lkw und Radladern insgesamt 30.000 Tonnen Stein-Lehm-Gemisch bewegen und die Wände von losem Gestein freiräumen müssen. „Die Sicherheit steht im Steinbruch natürlich an obers- ter Stelle“, weiß auch Jörg Iseke, Mitinhaber der Kalkwerke Oetelshofen. Deshalb werden die Zuwege zu den Tribünen eingezäunt. Der Ortsteil Schöller wird am Eventtag weiträumig gesperrt, Parkplätze in unmittelbarer Umgebung gibt es nicht. Vom Bahnhof Vohwinkel aus wird es einen Shuttle-Service geben.