ProjektGebäudeAktuellBegegnungen am ArrenbergKontaktImpressum
 


17.05.2008 | Westdeutsche Zeitung | Manfred Görgens                                  zurück

Elba-Fabrik mit“ Sky-Lounge“

Das Elba Gelände könnte zum Schmuckstück des Arrenbergs werden. Die entsprechenden Visionen gibt es bereits.

Die erste Vision war eine Discounter-Schwemme. Nachdem Erich Krauts Ordnerfirma Elba an der Moritzstraße ausgedient hatte, wurde sie ebenso wie der ehemalige Frowein-Sitz und die Steinbecker Meile zur Realisierung von Einzelhandelsprojekten auserkoren. Ende 2007 hatte sich ein vorhabenbezogenes Bauleitplanverfahren erledigt, das auf dem Elba Gelände einen Discount-Markt eröffnen wollte. Neue Pläne ließen jedoch auf sich warten.

Als „Ergänzung und Weiterentwicklung der Arrenberg`schen Höfe“ wird das Projekt Elba heute gehandelt. Von November 2007 an arbeiteten 13 nationale Architektenteams und sieben Studentengruppen der Bergischen Universität im Rahmen eines Wettbewerbs an neuen Nutzungskonzepten. Das Ziel: ein lebendiges Quartier auf 50 000 Quadratmetern, Lebens- und Arbeitswelten an der Wupper. Die Ergebnisse ihrer Überlegungen präsen- tierten die Teams nun in der Markthalle der Arrenberg`schen Höfe.

Kölner Team entwickelt die beste Vision

Wasserspiele und ein Wupperschwimmbad waren im Modell zu sehen, obendrein Promenaden, Aussichtstürme, Gastronomie und Kulturzentren. So verlockend all diese Angebote auch erscheinen, bleiben sie doch vorerst nur Ergebnisse eines Ideenwettbewerbs, bei dem es um mehr als 60 000 Euro ging, ausgelobt von der Arrenberg Entwicklungs- und Investitions-GmbH. Den ersten Preis der Architekten, dotiert mit 18 000 Euro, errang das Kölner Team Coersmeier. Bei den Studenten gab es zwei zweite Plätze mit je 4000 Euro. Kriterien waren städtebauliche Aspekte, die Wirtschaftlichkeit und die Realisierbarkeit.

Viel Glas zur Schwebebahn hin, eine Sky-Lounge uns als Identifikationsträger der Schriftzug „ELBA-Höfe“ kennzeichneten Coersmeier Konzept. Die neuen Bauten sollen dabei hinter der historischen Bausubstanz zurückbleiben, sie lediglich durch andere Akzente aufwerten. Die Preisvergabe an die Kölner Architekten bedeutet jedoch nicht, dass ihr Entwurf umgesetzt wird.

Mit der Realisierung, so Bodo Küppers Sohn Thilo, werde man Mitte bis Ende 2009 beginnen. Bis dahin sollen die Ideen der Architekten weiter ge- prüft, mit Investoren und der Stadt abgestimmt werden. Verwirklich wird dann möglicherweise eine Lösung, die sich aus mehreren der präsentierten Entwürfe zusammensetzt.