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14.01.2008 | Westdeutsche Zeitung | Manfred Görgens zurück
Elberfeld-West: Mehr Leben für den Stadtteil
2008 soll insbesondere das Quartier Arrenberg mit vielen Projekten neuen Aufwind bekommen.
Wuppertal. Zwei Seelen wohnen in der Brust des Stadtteils Elberfeld-West, die eine reckt sich nach der Sonnenseite des Lebens, die andere kommt schwer aus dem Schatten heraus. Geprägt vom Bayer-Konzern, leben im Quartier nun mal die Arbeiter gleich neben den Bossen. Wenn die Planung aufgeht, wird aber schon das Jahr 2008 die Kontraste mildern. Kernregion der Umgestaltung ist das ehemalige Sorgenkind Arrenberg, wo gleich mehrere Projekte für Bewegung sorgen.
Als Flaggschiff darunter, zumindest als schillerndstes Konzept darf man die Arrenberg‘schen Höfe betrachten, wo Investor Bodo Küpper auf dem ehemaligen Klinikgelände ein eigenständiges Dorf in der Stadt realisieren möchte. Erholung und Business, Wohnen und Arbeiten sollen dereinst auf dem Areal möglich sein, ein beträchtliches Stück des Vorhabens ist bereits auf dem besten Wege. Mehr Leben im Stadtteil haben sich aber auch andere Investoren rund um „die Höfe“ auf die Fahnen geschrieben, so dass Bezirksbürgermeisterin Christa Kühme nach Jahren der gescheiterten Vorhaben wie dem Mediapark endlich Zuversicht äußern darf: „Wir haben eine ganze Reihe unterschiedlicher Projekte, von denen ich mir sehr viel verspreche.“ Während sich für das Elba-Gelände noch kein Vermarktungskonzept verdichtet habe, sei der Umbau des ehemaligen Frowein-Grund- stücks zum Einzelhandelsstandort schon weit vorangeschritten.
Arrenberg ist das Sorgenkind – NRW-Tag soll einen Schub bringen
Von den Einkaufsmöglichkeiten hängt nach Auffassung der Planer weitgehend ab, ob sich der Arrenberg zu einem Vorzeigeobjekt entwickeln wird. Momentan ist ein betrüblicher Wohnungsleerstand von mehr als acht Prozent zu verzeichnen, so dass nur ein beherztes Handeln das Quartier vor der Abrissbirne retten kann. Die Weichen sieht Kühme gestellt: „Es wird bald eine neues Planungskonzept für die ehemalige Hauptschule Simons- straße geben.“ Zudem sei die alte Marktidee wieder aufgegriffen worden, Standort könnte der Innenhof des neuen Senioren- und Pflegeheims an der Ernststraße sein. Der Gutenberg-Platz soll durch Kunstprojekte belebt werden, bei denen man auch leerstehende Räume einbeziehen will. Während der Nützenberg als Stätte der Begegnung für Menschen unterschiedlichster Couleur gesehen und entwickelt wird, dürfte das ausgebaute Zoostadion ein stärkerer Magnet für Fußballfans werden. Gegenüber der Schildwand des Stadions möchte die Sonnborner Hauptkirche ihren Vor- platz umgestalten. Damit ist nach Kühmes Sicht der Bereich am Zoo bereit für das Ereignis des Jahres. Denn vom NRW-Tag erhofft sich der Stadtteil den ganz großen Schub.
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