| |
11.11.2006 | Westdeutsche Zeitung zurück
Am Puls eines ganzen Stadtteils
Am Freitag, 17.November, öffnet die Markthalle am Arrenberg auf dem Gelände der ehemaligen Klinik. Sie soll Treffpunkt für die dort lebenden Menschen sein.
Schnell läuft Dr. Bodo Küpper die Treppen des Studentenwohnheims auf dem Gelände der ehemaligen Klinik am Arrenberg hoch. Sein Weg führt auf das Dach des Gebäudes, dem Mittelpunkt der Arrenberg`schen Höfe. Begeisterung ist in seinem Gesicht und in seinen Worten zu sehen und zu hören. Mit dem Blick über Wuppertal zeigt er auf die Häuser im Stadtviertel. Es tut sich etwas. Fassaden werden gestrichen. Gerüste wandern von Haus zu Haus. Von der Umgestaltung der ehemaligen Krankenhausgebäude geht ein Impuls aus. Die Eröffnung der Markthalle am kommenden Freitag ist der nächste Baustein.
Treffpunkt soll sie sein für Arrenberger und Wuppertaler aller Nationalitäten. Dr, Bodo Küpper bezeichnet die Atmosphäre im Stadtviertel als medi- terran. Er berrichtet von regelmäßigen Einladungen, die er erhält, wenn er mit seiner Frau durch die Straßen geht. Die Herzlichkeit und die Wärme der Menschen sind für ihn spürbar. Ähnliche Erlebnisse hat er in den Studentenwohnheimen der Arrenberg`schen Höfe. Die Markthalle, die am 17. November um 8 Uhr eröffnet wird, ist für den dynamischen Unternehmer ein Leuchtturmprojek, an dem sich beispielhaft aufzeigen lässt, wie ver- schiedene Faktoren ineinander greifen. So haben die Künstler, die zeitweilig in einem der Gebäude Ateliers unterhalten, die Marktwagen gestaltet. Andreas Komotzki, Grafikdesigner, der eng mit Dr. Bodo Küpper zusammenarbeitet, sieht darin ein Beispiel für das Potenzial, das im Arrenberg steckt und nur darauf wartet, durch solche Initiativen geweckt zu werden.
Die Markthalle ist groß , hell und lichtdurchflutet. Umlaufende überdachte Pergolen schaffen einen wetterfesten Freiraum. Schon stehen die Häus- chen für einen kleinen Weihnachtsmarkt, der rund um die Markthalle ab 17. November stattfindet.
Geöffnet ist die Markthalle von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 20 Uhr. Zusätzliche Veranstaltungen sind in der Planung. Mit der Eröffnung ist die erste Phase der Umgestaltung der ehemaligen Sauerbruch-Klinik abgeschlossen. Das Miteinander von Wohnen, Leben und Arbeiten in Ver- bindung mit der Revitalisierung der bestehenden baulichen Struktur rückt auch in den nächsten Phasen in den Mittelpunkt. Alle Beteiligten haben konkrete Pläne, wie es weitergehen soll. Wohnungen, Kindergärten (bereits saniert), Gastronomie und Kultureinrichtungen können sie sich in den anderen Gebäuden , die sukzessive saniert werden, vorstellen. In der Konzeption kann es durchaus Veränderungen geben.
Letzlich geht es darum, die Lebensqualität am Arrenberg zu erhöhen. Die Markthalle ist dafür die Initialzündung. Und das Motto „Kommen, kaufen, klönen“ wird von den Menschen umgesetzt.
|

|